Keinen Impfstoff verschwenden: Sieben statt sechs Dosen aus einer Ampulle Biontech/Pfizer ziehen!

Im Kampf gegen die Pandemie kommt es auf jede einzelne Impfdosis an. Trotzdem wird in München – anders als in anderen Regionen – oft nicht der gesamte Impfstoff aus einer Ampulle genutzt. Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt heute, diesen Missstand zu beseitigen.

Konkret geht es um den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer. Derzeit werden aus jeder Ampulle sechs Impfdosen gezogen. Dabei bleibt als Überschuss häufig eine komplette siebte Dosis in der Ampulle zurück, die dann im Müll landet. Diese siebte Dosis könnte ebenfalls verimpft werden. Im Münchner Impfzentrum wird das aber nicht praktiziert.

Die CSU im Rathaus fordert die Stadt auf, die Nutzung der siebten Dosis im städtischen Impfzentrum zu erlauben. Dies würde zu einem deutlich erhöhten Impftempo beitragen.

Prof. Dr. med. Hans Theiss (43), stv. Fraktionsvorsitzender: „Wir müssen so schnell wie möglich so viele Menschen wie möglich gegen Corona impfen – das ist der einzige wirklich realistische Weg aus der Pandemie. Deshalb darf auch kein Impfstoff als ,Noagerl‘ verschwendet werden. Wenn eine Ampulle des Biontech/Pfizer-Impfstoffs statt sechs Impfdosen sieben Stück hergibt, muss auch die siebte verwendet werden. Wenn dies für nur zehn Prozent aller Ampullen zutreffen sollte, wären das sicherlich einige hundert Impfungen pro Tag mehr, die im Münchner Impfzentrum zusätzlich durchgeführt werden könnten. Diese Chance dürfen wir der Münchner Bevölkerung nicht vorenthalten!“