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15. Januar 2026

Kinder- und Jugendkriminalität bekämpfen: CSU/FW-Fraktion fordert Task Force und verstärkte Maßnahmen gegen Mehrfachtäter

Immer mehr Kinder und Jugendliche verüben Gewaltstraftaten – auch in München: Im Jahr 2024 stieg der Anteil der tatverdächtigen Kinder bei Gewalttaten um 56,4 Prozent auf 344 Fälle an (Quelle: Sicherheitsreport der Münchner Polizei). Im 10-Jahres-Vergleich hat sich der Wert beinahe verdreifacht. Auch bei Jugendlichen ist die Zahl der Gewaltdelikte in München und bayernweit gestiegen. Da die klassische Strafverfolgung in dieser Altersklasse aufgrund der Strafmündigkeit an Grenzen gerät, nimmt die CSU/FW-Fraktion soziale Maßnahmen in den Fokus, die auf städtischer Ebene verstärkt werden sollen. Dazu werden heute drei Anträge im Stadtrat gestellt. 

München braucht verbindliche Maßnahmen für jugendliche Mehrfachtäter: Wer als Kind oder Jugendlicher mit dem Gesetz in Konflikt kommt, um den kümmern sich von der Polizei über das Sozialreferat bis hin zu den Schulen verschiedene Stellen. Diese Ansprechpartner müssen bestmöglich vernetzt sein und nach einem einheitlichen Konzept handeln, um Mehrfachtäter schnell und effizient zu identifizieren und Maßnahmen wie Anti-Gewalt-Trainings, Schulersatzmaßnahmen und Streetwork-Arbeit zu koordinieren. Dies gilt vor allem dort, wo Bürgerinnen und Bürger von Jugendgruppen berichten, die mit ihrem Verhalten das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beeinträchtigen, wie zuletzt am Stachus oder in der Messestadt Riem.

München braucht ein wirksames Präventionspaket: Schulsozialarbeit soll ausgebaut und durch neue Konzepte wie zum Beispiel die berufsorientierte Zusammenarbeit zwischen Schulen und dem Handwerk ergänzt werden. Im Rahmen eines umfassenden Präventionskonzepts soll die Stadtverwaltung herausarbeiten, in welchen Stadtvierteln zusätzliche soziale, sportliche und kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche benötigt werden und an welchen Plätzen erprobte Maßnahmen wie ein Alkoholverbot oder verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften sinnvoll wären.

München braucht eine Taskforce gegen Kinder- und Jugendkriminalität: Um die Ursachen der steigenden Fallzahlen zu ergründen und die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz, Jugendhilfe, Kriminalitätsforschung und Präventionsstellen zu verbessern, soll eine Taskforce aus Vertretern dieser Stellen geschaffen werden. Im Fokus soll auch das Thema Social Media und Medienkompetenz liegen.

 

Manuel Pretzl, Fraktionsvorsitzender: „Wenn die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft immer öfter zu Gewalttätern werden, muss uns das alle zutiefst beunruhigen. Wie können wir die Gewalt unter Kinder und Jugendlichen wirkungsvoll eindämmen? Dafür sind nicht nur Polizei und Justiz, sondern auch soziale und pädagogische Stellen gefragt. Die Stadt München muss ihren Fokus stärker auf Kinder und Jugendliche legen und hier – genau wie in anderen Kriminalitätsbereichen – eine Task Force einrichten, die sich gezielt um dieses Thema kümmert.“ 

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