Kindergesundheit im Blick: Ausweitung von U-Untersuchungen rechtzeitig vorbereiten
Die CSU/FW-Fraktion setzt sich für eine frühzeitige Vorbereitung der Landeshauptstadt München auf die angekündigte Ausweitung der U-Untersuchungen ein. Die Stadtverwaltung soll dafür die notwendigen Beratungsangebote für Münchner Ärztinnen und Ärzte bereitstellen. Zudem sollen strukturelle, personelle und finanzielle Ressourcen geschaffen werden, um die Gesundheitsuntersuchungen von Kindern auch künftig sicherzustellen.
Hintergrund ist die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigte Erweiterung der sogenannten U-Untersuchungen. Diese sind ein zentrales Instrument der frühkindlichen Gesundheitsvorsorge. Sie helfen dabei, Krankheiten und Entwicklungsverzögerungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig zu behandeln. In Bayern sind diese Untersuchungen verpflichtend, laut Koalitionsvertrag sollen sie ausgeweitet werden. Gerade in einem städtischen Umfeld wie München, in dem es mit Kinderärzten unterversorgte Stadtteile gibt, könnten neue Untersuchungspflichten zu erheblichen Engpässen führen, wenn sich die Stadt nicht rechtzeitig vorbereitet.
Die CSU/FW-Fraktion fordert deshalb die Stadtverwaltung auf, bereits jetzt in Berlin nachzuhaken, wie genau eine solche Ausweitung aussehen soll. Für München soll vorsorglich eine Bestandsaufnahme gemacht werden, die zeigt, wie gut die U-Untersuchungen derzeit wahrgenommen werden. Es soll geklärt werden, wie viele Kinder an allen, nur an einzelnen oder an gar keiner der verpflichtenden Untersuchungen teilnehmen und welche Gründe es für die Nicht-Teilnahme gibt. Außerdem sollen frühzeitig Maßnahmen entwickelt werden, um bei einer künftigen Ausweitung der U-Untersuchungen gezielt reagieren zu können. Dazu zählen Beratungsangebote für Kinderärztinnen und -ärzte, die Bereitstellung von Personal und Räumen im Bereich der frühkindlichen Gesundheitsförderung sowie eine mögliche Anpassung der Einladungs- und Erinnerungssysteme.