Anfragen
25. März 2025

Konsequenzen aus dem Sicherheitsbericht 2024 II Massiver Anstieg der Kinder- und Jugendkriminalität! Ursachenforschung und Gegensteuern nötig?

Der Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums München (PKS) weist einen dramatischen Anstieg der Gewaltkriminalität bei Kindern und Jugendlichen aus. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein prozentualer Anstieg von 56,4 % bei den tatverdächtigen Kindern festgestellt. Im Zehnjahresdurchschnitt hat sich die Zahl damit verdreifacht (+ 200%). Bei den Jugendlichen liegt die Steigerungsquote bei 9%.  Insbesondere bei den gefährlichen bzw. schweren Körperverletzung erreicht die Zahl der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen einen Zehnjahresrekord. Dies wirkt sich auch auf die Münchner Schulen aus. Dort ist die Zahl der Straftaten wieder um 36,1 % gestiegen. Leider setzt sich damit der Trend der letzten Jahre fort und sollte alle Stellen alarmieren.

Dazu bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Welche Ursachen hat gerade die massiv steigenden Gewaltkriminalität unter Kindern und Jugendlichen in München?
  2. Wurden die im PKS genannten Präventivmaßnahmen und alle sonstigen Projekte auf ihre Wirksamkeit evaluiert?
  3. Gibt es eine milieuspezifische Zuordnung und werden mit den Präventionsmaßnahmen die Kinder und Jugendlichen erreicht, die eine solche Unterstützung bedürfen?
  4. Hat das Referat für Bildung- und Sport Zahlen für die städtischen Schulen?
  5. Welche Rolle spielen Rassismus oder Antisemitismus bei (Gewalt)-Straftaten an städtischen Schulen?
  6. Gibt es einen Bezug zu weltpolitischen Ereignissen wie z.B. den Angriffskrieg gegen die Ukraine oder Israels Abwehrkrieg gegen den Terror der HAMAS?
  7. Welche Rolle spielen die sozialen Medien hinsichtlich des Anstieges der Kinder- und Jugendkriminalität, insbesondere der Gewaltkriminalität an den Münchner Schulen und welche Maßnahmen ergreift das RBS?
  8. Welche Möglichkeiten hat die Landeshauptstadt München als Schulbehörde außerhalb der präventiven und sozial unterstützenden Maßnahmen, um den jungen Menschen die Nulltoleranz bei Straftaten klarzumachen?
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