Neue Gestaltung des Marienhofs frühzeitig planen
Die Landeshauptstadt München (LHM) prüft, ob die Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs um den Marienhof nach heutigen Ansprüchen weiterentwickelt werden können, oder ein neuer Wettbewerb erfolgen kann. Dabei soll als notwendiges Kriterium aufgenommen werden, dass auch die Fläche in der Mitte des Marienhofes mit Bäumen begrünt wird. Ggf. soll auch blaue Infrastruktur über Brunnen oder ähnliches ergänzt werden.
Begründung
Der Marienhof ist ein urbaner Freiraum in München. Er liegt in der Münchner Altstadt hinter dem Neuen Rathaus. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs ist dieser zentrale Platz hinsichtlich seiner Gestaltung immer wieder Anlass von Diskussionen. Seit 2017 ist der größte Teil des Platzes umzäunt und aufgerissen für den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke.Der Wettbewerb zur Neugestaltung des Marienhofes fand bereits im Jahr 2006 statt. Der Siegerentwurf sieht zwei große Baumreihen am Rande des neu zu gestaltenden Geländes vor sowie eine große Rasenfläche in der Mitte.
Angesichts der in der Zwischenzeit gewonnenen Erkenntnisse zum Thema Klimaresilienz und angesichts des fortschreitenden Klimawandels halten wir die Gestaltung vor allem in der Mitte des Platzes nicht mehr für zielführend. Ohne mögliche Verschattung durch Bäume oder kühlende Effekte durch blaue Infrastruktur wird es dort vor allem im Sommer sehr heiß werden, so dass die Aufenthaltsqualität leiden wird.
Dies kann durch eine Überarbeitung des Wettbewerbs korrigiert und zukunftsfähig gestaltet werden. Oder durch einen neuen Wettbewerb erarbeitet werden.