Neue Nutzung für alte Klinik-Gebäude

Durch den Neubau der München Klinik in Schwabing werden einige der jetzigen Gebäude und Flächen nicht mehr genutzt werden. Dazu gehört auch das charakteristische „Haus 20“, in dem sich bislang der Hauptzugang zur Klinik befindet. Dieses Gebäude ist für viele Münchnerinnen und Münchner das klassische Bild des Schwabinger Krankenhauses. Die künftige Nutzung für dieses Haus ist noch unklar. 

Der Stadtrat hat beschlossen, dass nach den Umzügen von Abteilungen und Instituten in den Neubau die bisherigen Gebäude für medizinische und medizinnahe Zwecke genutzt werden sollen. Auch Personalwohnungen sind geplant. Die konkreten Pläne wurden dem Stadtrat noch nicht vorgelegt. 

Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt heute, das zu ändern. Die geplante künftige Nutzung der Gebäude auf dem Gelände des Schwabinger Krankenhauses soll dem Stadtrat dargestellt werden. Es ist wichtig, die Nachnutzung dieser stadtgeschichtlich wichtigen Gebäude auch öffentlich zu diskutieren. 

Ähnlich ist die Sachlage beim Krankenhaus an der Thalkirchner Straße. Die München Klinik will das denkmalgeschützte Haus ab 2028 nicht mehr nutzen. Es ist zu überlegen, ob es durch die Stadtverwaltung oder eine städtische Beteiligungsgesellschaft genutzt werden kann. Wenn nicht, sollte die Stadt das Anwesen meistbietend verkaufen. Auch dazu stellt die CSU-Stadtratsfraktion heute einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung. 

Alexander Reissl, Stadtrat: „Sollte sich herausstellen, dass die Stadt das Gebäude des Krankenhauses an der Thalkirchner Straße nicht mehr braucht, halte ich es für das Beste, es zu verkaufen. Das widerspricht zwar dem Dogma, keine Immobilien zu verkaufen. Aber hier sollte man eine Ausnahme machen. Lieber zu einem guten Preis verkaufen und mit dem Erlös an anderer Stelle Wohnungen finanzieren als das Gebäude in Eigenregie für sündteures Geld umbauen. Aufwand für Umbau und Verzicht auf Verkaufserlös wären immens.“