Anträge
9. Januar 2024

One-Stopp-Agency für die Pflege

Die Landeshauptstadt München (LHM) nutzt endlich die Möglichkeit, eigene Pflegestützpunkte
in und für München zu schaffen. Dabei soll insbesondere darauf geachtet werden, dass bei
denjenigen Pflegestützpunkten, wo dies aufgrund der Sozialstruktur im Umfeld benötigt wird,
bei der Schaffung auch ein migrationssensibles Beratungsangebot integriert wird.

Begründung

Pflegestützpunkte sind gebündelte Anlaufstellen zu allen Themen rund um die Pflege.
Pflegebedürftige Menschen und deren An- und Zugehörige erhalten dort eine neutrale,
unabhängige und wohnortnahe Beratung von Personal aus sozialen Berufen, Pflegekräften mit
einer Zusatzausbildung und sonstigen Fachkräften aus dem Pflegebereich.
Von Antragsformularen bis hin zur konkreten Unterstützung im Einzelfall stellen
Pflegestützpunkte alle wichtigen Informationen aus einer Hand bereit. Das ist für die zu
Pflegenden und deren Angehörige eine wichtige Hilfe, da sie so nicht von einer Anlaufstelle zur
nächsten müssen. Dadurch wird Zeit gewonnen, die die Betroffenen dringlich brauchen und
zudem schneller Klarheit geschaffen.
Pflegestützpunkte müssten darüber hinaus zum allergrößten Teil nicht von der LHM, sondern
andernorts finanziert werden. Lediglich 15 Prozent der Kosten würden bei der LHM verbleiben.
Das bereits etablierte Beratungssystem der LHM und die Pflegestützpunkte stehen dabei
keineswegs in Konkurrenz zueinander, wie auch das Beispiel des Landkreises München beweist.
Vielmehr wird einem steigenden Bedarf beim Thema Pflege begegnet.
Insbesondere muss dabei auch dringend die Gruppe der älter werdenden Migrantinnen und
Migranten berücksichtigt und entsprechend beraten werden, denn im Bereich Pflege ist es
manchmal schon für einen Muttersprachler schwierig, die verwaltungstypische Terminologie zu
verstehen.

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