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26. Februar 2026

Pflege in München: Die Stadt kann mehr tun!

Welche Fortschritte macht München für Menschen, die in Pflegeberufen arbeiten oder privat jemanden pflegen – und wo muss die Stadt noch nachbessern? Damit beschäftigt sich heute ein gemeinsamer Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrats. Die CSU/FW-Fraktion zieht aus diesem Anlass eine kurze Bilanz und macht weitere Vorschläge, um die Pflegesituation zukunftssicher zu gestalten.

Grundsätzlich unterstützt die CSU/FW-Fraktion die Maßnahmen der Stadt, die die Arbeits- und Lebenssituation von beruflichen und privaten Pflegepersonen verbessern sollen. Exemplarisch genannt sei die „Fast Lane“ für ausländische Pflegekräfte bei Aufenthaltsgenehmigungen, die geplanten Pflegekurse für Privatpersonen an der München Klinik, die Azubi-Akquise an Schulen oder die in Aussicht gestellte Vier-Tage-Woche für das Pflegepersonal an der München Klinik.
Doch die bisherigen Maßnahmen werden nicht ausreichen, um dem demographischen Wandel und damit auch den Herausforderungen beim Thema Pflege in der Zukunft kraftvoll zu begegnen. Die CSU/FW-Fraktion hat in der Vergangenheit einige weitergehende Vorschläge gemacht, die leider in weiten Teilen abgelehnt wurden. Dazu zählen neben einer kommunalen Pflegezulage auch noch weitergehende Vorteile bei der Vergabe von städtischen Wohnungen und Kitaplätzen für Pflegekräfte sowie die Etablierung von Pflegestützpunkten in München, wo Privatpersonen zum Thema Pflege unter einem Dach umfassend beraten werden. Zwei bereits bewilligte Beratungsstellen für ältere Menschen und ihre Angehörigen wurden bislang nicht umgesetzt.
Die Beschlussvorlage zeigt zudem auf, dass aufgrund der knappen städtischen Kassen gute Ideen derzeit nicht umgesetzt werden können, wie etwa eine digitale Vermittlungsplattform zwischen ehrenamtlichen Helfern und pflegebedürftigen Personen.

 

Alexandra Gaßmann, Stadtrat München, Kindertagespflege, Familienpolitik, Kinder- und Jugendhilfe , Inklusion, Kindertagespflegepersonen, Bildungsgerechtigkeit

Alexandra Gaßmann, CSU-Stadträtin und sozialpolitische Fraktionssprecherin: „Jeder von uns kann von heute auf morgen pflegebedürftig werden. Die Stadt München tut schon viel, aber sie könnte noch mehr tun. Pflegestützpunkte wären eine echte Erleichterung für die vielen Betroffenen, die einen geliebten Menschen daheim pflegen und sich durch den Behördendschungel kämpfen müssen. Der Freistaat hat ein Förderprogramm für Pflegestützpunkte, was München nutzen sollte. Die bewilligten Beratungsstellen für ältere Menschen und ihre Familien müssen umgesetzt werden. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es auch viele jüngere Menschen gibt, die pflegebedürftig sind und ebenfalls Hilfe brauchen. Wer sich beruflich entscheidet, in den Pflegesektor zu gehen, dem sollten wir das so leicht wie möglich machen: Städtische Kinderbetreuung in Kliniknähe, auch im Schichtmodell, und ein vorrangiger Zugriff auf günstige Wohnungen der Stadt könnten bei jungen Menschen, die in München leben und pflegen möchten, viel bewirken. Wer in Pflegekräfte investiert, investiert in das soziale Sicherungsnetz von morgen.“

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