Präsentation der Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ in München
Der Stadtrat möge beschließen: Die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt München (LHM) wird beauftragt, die Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ im Oktober 2026 für die Dauer von vier Wochen auf einem geeigneten innerstädtischen Platz in München zu zeigen und die hierfür erforderlichen Mittel in Höhe von 6.000 Euro bereitzustellen.
Begründung
Die Wanderausstellung würdigt in einer großformatigen Präsentation im öffentlichen Raum den herausragenden Anteil jüdischer Sportlerinnen und Sportler an der Entwicklung des modernen Sports in Deutschland. Fünfzehn lebensgroße Silhouetten porträtieren Nationalspieler, Olympiasieger sowie Welt- und Europameister, die, nur weil sie Juden waren, während der NS-Zeit verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Die zweisprachige Ausstellung (deutsch/englisch) ist über QR-Codes mit einer Online-Ausstellung unter www.juedische-sportstars.de verknüpft. Seit 2015 wurde sie an über 50 Standorten in ganz Deutschland gezeigt. Die LHM ist die größte deutsche Stadt, in der diese besondere Ausstellung noch nicht zu sehen war.
München ist als ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ ein Ort von besonderer Bedeutung für die Auseinandersetzung mit der NS-Verfolgung. Kurt Landauer, der jüdische Präsident des FC Bayern München, führte den Verein 1932 zur ersten Deutschen Meisterschaft, wurde 1933 zum Rücktritt gezwungen und 1938 in Dachau interniert. Der 1965 von Shoa-Überlebenden gegründete TSV Maccabi München steht bis heute für gelebte Toleranz. Die Präsentation auf einem innerstädtischen Platz setzt ein öffentliches Zeichen gegen Antisemitismus, Rassismus und Erinnerungsmüdigkeit – Themen von drängender Aktualität.
Die finanzielle Beteiligung der LHM beträgt lediglich 6.000 € (bei Gesamtkosten von 12.000€). Darin enthalten sind An- und Abtransport, Auf- und Abbau, Projektkoordination, sowie umfangreiche Werbemittel (Flyer, Einladungen, Plakate), die vom Zentrum deutsche Sportgeschichte e.V. bereitgestellt werden. In den Kosten sind auch eine Veranstalterhaftpflichtversicherung sowie die Reise- und Übernachtungskosten eines Autors für die Eröffnung enthalten.
Das Projekt wird gefördert durch die DFB-Kulturstiftung, den DOSB und die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt. Mögliche Ausstellungsorte sind der Jakobsplatz, der Odeonsplatz oder der Coubertinplatz im Olympiapark