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3. November 2025

Sanierung des Allacher Tunnels: Schlau gegen Stau!

Die Sanierung des Allacher Tunnels ab dem Jahr 2028 wird den Verkehr im Münchner Norden und Nordwesten massiv beeinträchtigen. Die CSU/FW-Stadtratsfraktion hält die bisher geplanten Hilfsmaßnahmen für nicht ausreichend. Die Fraktion legt daher fünf Anträge vor, um das drohende Stauchaos rechtzeitig und möglichst effektiv abzumildern.

Im Einzelnen wird beantragt:
• Pendelbetrieb DB Nordring beschleunigen: S-Bahnen auf dem Nordring könnten den Münchner Norden verkehrlich erheblich entlasten, doch leider hat die Bahn das Projekt weit nach hinten in die 2030er-Jahre geschoben. Die CSU/FW-Fraktion fordert den Oberbürgermeister auf, gemeinsam mit dem Verkehrsministerium bei der Bahn auf eine sofortige und beschleunigte Umsetzung zu drängen.
• Pendlerparkplatz und Expressbusse: An der Kreuzung von A92 und Staatsstraße 2342 nahe dem Autobahndreieck Feldmoching auf Höhe des Flugplatzes Schleißheim soll ein Parkplatz für Pendler eingerichtet werden, welcher mit Expressbussen an den S- und U-Bahnhof Feldmoching angebunden wird.
• Fahrgemeinschaftsspuren einrichten: Während der Tunnelsanierung sollen Menschen über spezielle Fahrspuren zur Bildung von Fahrgemeinschaften motiviert werden. Die Fahrspuren dürfen nur von Bussen und Autos genutzt werden, die mit mindestens zwei oder drei Personen besetzt sind.
• Anpassung LKW-Maut: Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, beim Verkehrsministerium auf eine regional anpassbare LKW-Maut hinzuwirken. Damit wäre es möglich, während der Tunnelsanierung für den Bereich der Autobahn eine höhere Maut zu nehmen und den Anreiz für eine Umfahrung zu erhöhen.
• Internationale Bauausstellung (IBA) nutzen: Die verkehrlichen Maßnahmen sollen als Projekte der laufenden „IBA Metropolregion München“ angemeldet werden, um einen dauerhaften Mehrwert zu schaffen. Die IBA bringt zusätzliche innovative Chancen zur Förderung eines modernen Mobilitätsverhaltens.

Zum Hintergrund: Die Sanierung des rund ein Kilometer langen Tunnels auf der A99 zwischen den Autobahndreiecken München-Feldmoching und München-Allach soll der Instandsetzung der Tunnelwände sowie dem Einbau neuer Betriebs- und Entwässerungstechnik dienen. Die Autobahn GmbH plant derzeit mit acht Jahren Bauzeit.

Heike Kainz, CSU-Stadträtin und planungspolitische Fraktionssprecherin: „Wir planen schlau gegen den Stau: Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen einen kompletten Verkehrskollaps während der Sanierung verhindern. Schon jetzt wird der Allacher Tunnel täglich zum Nadelöhr, es fahren dort im Schnitt 132.000 Fahrzeuge täglich. Die Sanierung wird – so notwendig sie auch sein mag – zu massiven Verkehrsproblemen führen. Wir müssen es den Pendlern möglichst leicht machen, auf den ÖPNV umzusteigen und den LKW-Verkehr reduzieren.“

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