Schluss mit Zettelwirtschaft: CSU fordert Kita-App für München

Ein Kind krankmelden, den Essensplan anschauen oder die Abholzeit anpassen: Für Eltern gibt es im Alltag nahezu täglich etwas mit der Kita zu regeln. Das bedeutet großen Aufwand sowohl für die Familien als auch für die Einrichtungen, die oft noch in Papierform alles festhalten. Nachhaltiger und effektiver wäre hier eine digitale Lösung. 

Die CSU-Stadtratsfraktion beantragt deshalb heute die Entwicklung einer Kita-App für München. Sie soll Eltern alle Informationen rund um die Betreuung ihrer Kinder bieten und die Kommunikation mit der jeweiligen Einrichtung erleichtern. Per Smartphone können Eltern dann ihre Kinder krankmelden, die Buchungszeiten anpassen oder nachschauen, was es für die Kleinen zu essen gibt. Die Einrichtungen könnten die App auch für Terminankündigungen und wichtige Infos für die Elternschaft nutzen. 

Darüber hinaus wäre die App eine einfache Möglichkeit für die Stadtverwaltung, die Kosten und Gebühren der Kitas jeweils einzeln und transparent darzustellen. Die fehlende Erreichbarkeit der Berechnungsstellen ist seit Jahren ein Kritikpunkt der Elternschaft. Auch eine Beschwerdefunktion sowie ein Elternforum wären denkbare Elemente einer Kita-App. 

Beatrix Burkhardt, Stadträtin und bildungspolitische Sprecherin: „Einkauf, Finanzen, Verkehr: Beinahe jeder Lebensbereich lässt sich per App organisieren. Warum gilt das nicht für die Kinderbetreuung? Die Kommunikation zwischen Eltern und Kitas ist enorm wichtig für den Familienalltag, aber oft umständlich. Ein Beispiel ist die übliche Zettelwirtschaft zu Ferienbeginn, wenn alle Eltern ihre gewünschten Betreuungszeiten melden. Eine digitale Lösung würde allen Beteiligten viel Zeit und Nerven sparen. Damit hätten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen wieder mehr Zeit für das, um was es eigentlich geht: die Kinder.“