Anfragen
13. Januar 2026

Schutz der Stromnetzinfrastruktur in München

Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz sowie der Brandanschlag auf eine offene Baugrube im Münchner Osten im Jahr 2021 haben verdeutlicht, dass Stromnetze anfällig für gezielte Angriffe und Sabotage sind. Die Beschädigung freiliegender Kabel, gebündelter Leitungen in Baugruben oder unzureichend gesicherter Knotenpunkte im Hoch- und Mittelspannungsnetz kann erhebliche Teile der Stadt lahmlegen.

Als Betreiber der Stromnetzinfrastruktur tragen die Stadtwerke München (SWM) eine besondere Verantwortung für die Sicherheit dieser kritischen Infrastruktur. Vor diesem Hintergrund ist von Interesse, welche konkreten Lehren aus früheren Vorfällen gezogen wurden und welche Schutzmaßnahmen aktuell umgesetzt werden.

Wir fragen deshalb den Oberbürgermeister:

  1. Haben die Stadtwerke München bauliche, organisatorische oder sicherheitstechnische Maßnahmen seit dem Anschlag bzw. Stromausfall im Jahr 2021 ergriffen, um besonders kritische Knotenpunkte und Leitungen im Stromnetz besser zu schützen?
  2. Werden Baugruben mit freiliegenden oder gebündelten Stromkabeln heute systematisch überwacht, gesichert oder baulich anders ausgeführt als in der Vergangenheit, um Sabotage oder Vandalismus zu erschweren?
  3. Welche weiteren Maßnahmen ergreifen die Stadtwerke München aktuell, um das Stromnetz der Landeshauptstadt im Hinblick auf gezielte Angriffe, Sabotageakte oder vergleichbare Bedrohungen abzusichern?
Teilen
nach oben