Sparzwang im Sozialbereich: CSU/FW-Fraktion macht Vorschläge für Synergie-Effekte und Bürokratie-Abbau
Die Stadt muss sparen – 50 Millionen Euro hat die Stadtkämmerei allein im Sozialbereich als Zielmarke gesetzt. Einsparungen sind hier oft besonders schmerzhaft, treffen sie doch Akteure und Angebote, die ohnehin schon mit wenigen Mitteln kämpfen. Die CSU/FW-Fraktion hat sich daher Gedanken gemacht, wie man möglichst klug und ohne Einschnitte im Angebot für die Bürgerinnen und Bürger finanzielle Ressourcen einsparen könnte.
Kerngedanke der Vorschläge ist die Schaffung von Synergien und der Abbau von Bürokratie. Im Einzelnen wird beantragt:
• Partizipatives Konzept zur Einsparung: Verwaltung und soziale Träger sollen bis Mitte des Jahres 2026 gemeinsam ein Konzept zur Einsparung entwickeln, das durch Identifizierung von Synergiemöglichkeiten und ineffizienten Prozessen die Kosten senkt und gleichzeitig sogar die Qualität der sozialen Angebote verbessert.
• Synergien schaffen: Zusammenlegung von Nachbarschaftstreffs mit anderen sozialen Einrichtungen. Hintergrund dieses Antrags ist die Tatsache, dass einige Nachbarschaftstreffs derzeit noch freie Zeiten in ihren Räumlichkeiten haben, während andere Angebote wie das Arbeitslosenzentrum oder das Väterberatungszentrum vor der Schließung stehen. Durch eine Zusammenlegung könnten vorhandene Ressourcen besser genutzt, Personal erhalten, Mietkosten eingespart und die Nutzerfrequenz erhöht werden.
• Verwaltungsprozesse für Projektträger überarbeiten: Einige soziale Träger betreiben mehrere Projekte in der Stadt, müssen bürokratisch aber jedes einzeln abwickeln. Ein Beispiel dafür ist die Stiftung „zusammen.tun“, die sieben Nachbarschaftstreffs betreibt und dafür z.B. alle Förderanträge sieben Mal stellen muss. Die Stadt sollte hier eine Möglichkeit schaffen, die Verwaltungsabläufe zusammenzulegen und so Zeit und damit auch Kosten zu sparen.