Statement zu aktuellen Corona-Beschränkungen

Aufgrund der gestiegenen Infektionszahlen hat die Stadtverwaltung heute erneut Einschränkungen des öffentlichen Lebens in München angekündigt. Neu ist dabei ein Alkohol-Ausschankverbot in der Gastronomie ab 22 Uhr. Dies lehnt die CSU-Stadtratsfraktion ab.

Manuel Pretzl (45), Fraktionsvorsitzender: „Ein früher Schankschluss bestraft die Wirte und Gäste, die sich jetzt schon vernünftig verhalten. Die Speisegastronomie ist nach bisherigen Erkenntnissen nicht der Ort, an dem man sich mit Corona infiziert. In Restaurants und Wirtshäusern werden Hygiene- und Abstandsregeln in den allermeisten Fällen eingehalten. Wenn es ab 22 Uhr in der Wirtschaft keinen Alkohol mehr gibt, treffen sich die Leute stattdessen daheim – und da gilt kein Hygiene-Konzept.“

Dr. Evelyne Menges (61), stv. Fraktionsvorsitzende: „Ein Schankschluss um 22 Uhr ist in der Praxis schwer umsetzbar. Wie soll der Wirt damit umgehen, wenn jemand um 21.45 Uhr noch eine Flasche Wein bestellt? Die Stadtregierung sollte hier lieber auf die Vernunft der mündigen Bürger vertrauen als scheinbar willkürliche Uhrzeiten festzulegen.“