Anträge
9. September 2025

Suizidprävention in München optimieren

Die Landeshauptstadt München (LHM) wird aufgefordert, den Informationsgehalt ihrer Internetseite zum Thema Suizidprävention stark auszubauen. Unter https://www.muenchen.de/themen/suizidpraevention-muenchen-hilfe-fuer-betroffene sind derzeit (Stand: 05.09.2025) lediglich zwei, zudem recht spärlich dargestellte Hilfsangebote aufgeführt; eines zu DIE ARCHE e.V. und eines zum kbo-Klinikum Haar.

In Zukunft könnte beispielsweise ergänzt und erläutert werden, welche spezifischen Angebote es für Schülerinnen und Schüler in schwierigen Lebensphasen in München (bspw. über Schulpsychologen) gibt und an wen man sich konkret wenden kann, was es für Beratungsangebote für die weiteren vulnerablen Gruppen gibt, welche seelsorgerischen Dienste von den Kirchen bereitgestellt werden usw. Dabei soll geprüft werden, wie z.B. Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, Gesundheitsdienste oder auch Medien mit eingebunden werden können.

Darüber hinaus soll außerdem geprüft werden, ob es sinnvoll ist, auf der Internetseite generell mehr Informationen zum Thema Suizid darzustellen.

Begründung

Laut DIE ARCHE e.V. hat es in München im Jahr 2023 207 Suizide gegeben[1]. Das sind 16 mehr als im Jahr zuvor. Um ein weiteres Ansteigen dieser Zahlen zu verhindern, muss alles getan werden, was menschenmöglich ist.

Wichtige Bausteine zur Suizidprävention sind Aufklärung und Information durch vertrauenswürde Instanzen wie die LHM. Denn immer noch ist es so, dass viele Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht alle verfügbaren Anlaufstellen kennen oder sich trauen, diese aufzusuchen.

Mit mehr und öffentlichkeitswirksamerer Information und Prävention finden hoffentlich nicht nur mehr akut Betroffene in einer schwierigen Lebenssituation direkter und einfacher einen geeigneten Ansprechpartner; auch wird das Thema gesellschaftlich stärker akzeptiert, wenn es im Alltag häufiger und vor allem destigmatisierend dargestellt wird.

[1] https://die-arche.de/

Teilen
nach oben