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22. Juni 2023

Test der Tauschbörse bei GWG und Gewofag erfolgreich: 66 Haushalte haben besser geeignete Wohnungen gefunden

Nachwuchs, Trennung oder die bevorstehende Rente: Wenn sich die Lebensumstände ändern, ändert sich auch der Anspruch an die eigene Wohnung. Mangels Alternative leben dennoch viele Menschen in zu großen oder zu kleinen Wohnungen. Ein Pilotprojekt bei GWG und Gewofag hat sich mit der Lösung dieses Problems beschäftigt: eine Wohnungstauschbörse. Heute wurden im Sozialausschuss erste erfreuliche Ergebnisse vorgestellt. Die Tauschbörse soll weiterentwickelt und digitalisiert werden. Damit wird eine langjährige CSU-Forderung umgesetzt.

Von Dezember 2020 bis zum Jahresende 2022 hatten die 37.300 Mieterinnen und Mieter freifinanzierter Wohnungen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften die Möglichkeit, an der Wohnungsbörse teilzunehmen. Neben ca. 3500 telefonischen und schriftlichen Anfragen wurde die Internetseite des Programms mit durchschnittlich 2000 Zugriffen pro Monat über 50.000 Mal aufgerufen. Die Wohnungsbörse wurde zunächst manuell – also ohne digitale Plattform – getestet.

In 33 Fällen kam ein Wohnungstausch zustande. So zogen 66 Haushalte mit insgesamt 104 Personen in eine besser geeignete Wohnung um. So zog zum Beispiel eine Familie mit vier Personen in eine 105 Quadratmeter große Wohnung um, die zuvor nur mit einer Person belegt war. In anderen Fällen wurde die Lebensqualität deutlich verbessert – zum Beispiel, weil mobilitätseingeschränkte Personen in eine Wohnung mit Fahrstuhl umziehen konnten. Zählt man den Raumgewinn aller Haushalte zusammen, die nach dem Wohnungstausch in eine größere Wohnung umziehen konnten, wurden laut Sozialreferat 867 Quadratmeter gewonnen. Insgesamt konnten 44,5 Zimmer überwiegend für Familien mit Kindern zur Verfügung gestellt werden.

Im nächsten Schritt soll die Wohnungsbörse über eine digitale Plattform laufen. Das Sozialreferat geht davon aus, dass die Zahl der Teilnehmer und damit auch der Tausch-Erfolge sich dadurch signifikant weiter steigern wird.

Alexandra Gaßmann, Stadträtin und sozialpolitische Sprecherin: „Jeder gelungene Wohnungstausch ist ein Grund zur Freude. Lebensverhältnisse ändern sich und damit auch der Anspruch an die eigene Wohnsituation. Familien wünschen sich oft mehr Platz, Senioren wieder weniger. Die Testphase der Wohnungsbörse hat gezeigt, dass das Angebot angenommen wird. Das weitere Potenzial ist noch groß: Die Testphase lief zu Corona-Zeiten und nur manuell. Die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen ist so groß, dass wir sie allein mit Neubauten nicht lösen können. Ich freue mich deshalb sehr, dass die Wohnungsbörse bald auch digital an den Start geht und damit noch viel mehr Menschen zu einer passenden Wohnung verhelfen kann.“

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