U-Bahnbetriebshof Neuperlach Süd: Keine nächtlichen Bremstests, keine Abstriche beim Anwohnerschutz!

Die Pläne für den neuen U-Bahnbetriebshof Neuperlach Süd drohen – anders als in den Vorgesprächen dargestellt – zu einer echten Belastung für die Anwohner zu werden. Im Rahmen einer online durchgeführten Bürgerinformation wurde ein 24-Stunden-Betrieb vorgestellt. Die CSU-Stadtratsfraktion lehnt dies ausdrücklich ab. Mit einem Antrag an die Stadtverwaltung fordert die CSU-Fraktion heute, die Zusagen zum Schutz der Bevölkerung vor Ort unbedingt einzuhalten. 

Im Einzelnen bedeutet dies: Auf nächtliche Bremstests muss gänzlich verzichtet werden. Der Betrieb auf dem Gleis wird von 7 bis 20 Uhr beschränkt, sonn- und feiertags gar kein Betrieb. Anwohnerschutz und ökologische Gestaltung sollen wie angekündigt einen hohen Stellenwert erhalten, die SWM müssen das Gelände einhausen und in den Landschaftspark „Im Gefilde“ integrieren. 

Angesichts der knappen Haushaltslage erscheint eine zeitnahe Realisierung des U-Bahnbetriebshofs zunehmend unrealistisch. Deshalb fordert die CSU-Stadtratsfraktion die Verwaltung auf, noch eine weitere Planungsperspektive einzubeziehen: Es ist zu prüfen, ob der Betriebshof auf dem Gelände des Landkreises München zusammen mit der Verlängerung der U5 realisiert werden kann. 

Beatrix Burkhardt, Stadträtin: „Die jetzigen Pläne für den U-Bahnbetriebshof beeinträchtigen die Menschen vor Ort massiv. Die nächtlichen Bremstests stellen eine enorme Lärmbelastung dar, die so nicht angekündigt war. Den Anwohnern ist Lärmschutz, eine Einhausung des Geländes sowie eine ökologische Gestaltung versprochen worden. Wenn die Politik solche Zusagen nicht einhält, macht sie sich unglaubwürdig. Das schadet der Akzeptanz von Projekten zum Ausbau der wichtigen verkehrlichen Infrastruktur. Wir fordern deshalb: keine nächtlichen Bremstests, keine Abstriche beim Anwohnerschutz!“